Sehenswürdigkeiten

Elbflorenz – Sehenswürdigkeiten des Dresdner Barock

Auf seinen Reisen durch West- und Südeuropa begegnete August dem Starken eine Prachtentfaltung, die er auch in Dresden umsetzen wollte. Nach europäischen Vorbildern ließ er zahlreiche Barockbauten schaffen und verwandelte den Elbstrom in eine von prunkvollen Bauten eingefasste Wasserstraße – ähnlich dem venezianischen Canal Grande. Nach seinem Tod setzte sein Sohn Friedrich August II. die rege Bautätigkeit fort. Der größte Teil der noch erhaltenen Barockbauten ist entlang der Elbe zu finden, darunter:

Die Dresdner Frauenkirche

George Bähr gestaltete im 18. Jahrhundert den berühmten Kuppelbau der Frauenkirche, der zweihundert Jahre lang das Stadtbild Dresdens prägte. Bei den Luftangriffen im Februar 1945 wurde die Kirche zerstört, ihre Ruine verblieb über 40 Jahre als Mahnmal im Herzen der Stadt. 1994 begann der originalgetreuen Wiederaufbau, der am 30. Oktober 2005 mit der festlichen Weihe der Frauenkirche abgeschlossen wurde.

Die Katholische Hofkirche Dresden

Die Katholische Hofkirche ist Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen sowie eine Stadtpfarrkirche Dresdens. Als August der Starke zum katholischen Glauben konvertierte, um polnischer König zu werden, initiierte er den Bau. Realisiert wurde der Auftrag erst durch seinen Sohn, der den italienischen Baumeister Gaetano Chiaveri beauftragte. Während der Luftangriffe im Februar 1945 wurden Dach, Gewölbe im Innenraum und Außenwände schwer beschädigt und stützen ein. Bis 1965 wurde die katholische Hofkirche wieder aufgebaut, die Spuren der Bombenangriffe sind jedoch bis heute erkennbar.

Der Dresdner Zwinger

Der Dresdner Zwinger gilt als Wahrzeichen der Stadt. Er entstand im 18. Jahrhundert als Orangerie und höfischer Festspielplatz. Mitte des 19. Jahrhunderts schloss der Architekt Gottfried Semper die zur Elbe geöffnete Seite mit einem Galeriebau ab. Heute sind im Zwinger die Porzellansammlung, die Gemäldegalerie Alte Meister und der Mathematisch-Physikalische Salon untergebracht. Die großzügige Anlage mit Rasen, Springbrunnen und Galerien lädt zu jeder Jahreszeit zum Flanieren ein.

 

  • Semperoper Deutschland bekanntestes Opernhaus
    © Rainer Sturm / pixelio
  • Frauenkirche Dresden Die Kirche blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück.
    © Wolfgang Wehl / pixelio
  • Hofkirche Die katholische Hofkirche ist der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht.
    © Bernd Kasper / pixelio
  • Zwinger Der Zwinger mit seiner großzügigen Anlage.
    © shutterstock

Weitere Sehenswürdigkeiten Dresdens

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Die Brühlsche Terrasse & Festung Dresden

Die Brühlsche Terrasse, auch „Balkon Europas“ genannt, wurde im 16. Jahrhundert als Teil der Befestigungsanlage errichtet. Heinrich von Brühl bebaute die Anlage mit den „Brühlschen Herrlichkeiten“ - diverse Gebäude und Sammlungen, darunter das Palais Brühl, der Brühlsche Garten oder das Belvedere - wodurch die militärische Bedeutung verloren ging. In den unterirdischen Gewölben gelang dem Alchimisten Johann Friedrich Böttger 1708 die Herstellung des ersten europäischen Hartporzellans. 1814 wurde die Brühlsche Terrasse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute laden Cafés und Restaurants zum Verweilen und Bestaunen der umliegenden Sehenswürdigkeiten ein: Von hier aus hat man nicht einen herrlichen Ausblick auf die Elbe, die Katholische Hofkirche oder die Semperoper.

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Die Semperoper

Die Semperoper ist das wohl bekannteste Opernhaus Deutschlands und wurde nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt. Das heutige Operngebäude ist bereits der dritte Bau: Von 1838 bis 1841 errichtete Gottfried Semper ein neues königliches Hoftheater in Dresden, das 1869 bei einem Brand völlig zerstört wurde. 1871 wurde mit dem Bau des Zweiten Königlichen Hoftheaters begonnen, das ebenfalls von Semper entworfen wurde. Dieser zweite Bau wurde bei den Luftangriffen im Februar 1945 stark zerstört.

Der Wiederaufbau nahm lange Zeit in Anspruch: Am 13. Februar 1985, genau 40 Jahre nach der Zerstörung, fand die feierliche Einweihung statt. Heute finden täglich Aufführungen der Oper, der Staatskapelle, des Balletts oder der Jungen Szene statt.

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